Stück trifft Lebenswelten der jungen Generation

 

 

heimWEH heimweh Plakat

  

Solo von

THOMAS B. HOFFMANN

 

für junge Menschen ab 12 Jahren

1 Herr / Einheitsdekoration

 

UA 13. April 2008, Stadttheater Memmingen

 

2010 Neue Bühne Senftenberg, 2012 Grenzlandtheater Aachen; 28. Februar 2014 Schlosstheater Celle; 22. März 2014 Stadttheater Pforzheim 

 

Sommerabend im Hauptbahnhof. Pulsierendes Leben, geschäftige Menschen, Abendsonne. Doch für den fünfzehnjährigen Sebastian ist alles zu Ende: der Tag, das Geld, das Leben. Er steht auf dem Bahnsteig und wird vor den einfahrenden Zug springen. Im Bruchteil einer Sekunde zieht noch einmal sein Leben an ihm vorüber. Daheim in einer "ganz normalen" Familie, hat er zwar ein eigenes Zimmer, Spielzeug, Urlaub - aber nicht viel zu lachen. Schläge sind an der Tagesordnung. Ihre willkürliche Gewalt rechtfertigen die Eltern mühelos vor sich selbst und Sebastian als Erziehung. Sebastian weiß nie, wie und wo ihn der nächste Schlag trifft.

 

heimweh  aachen0017Soeben noch ganz normale Erwachsene mit Freunden und Kollegen, mutieren die Eltern für ihn blitzschnell zu unberechenbaren Monstern. Doch nach außen bleibt die Fassade der heilen Familie intakt. Sebastian legt sich geschickt Überlebensstrategien zurecht. Allein mit seiner Angst vor den unberechenbaren Gewaltausbrüchen, mit seinem Selbsthass und seiner Aggression, wird Sebastian dabei zum seelischen Krüppel. Schließlich läuft er weg von daheim, kehrt nach sechs Wochen nochmals zurück, schlägt in einer letzten Konfrontation den eigenen Vater nieder und geht. Ob er ihn getötet hat, weiß er nicht. Der Sprung aufs Bahngleis soll allem ein Ende setzen. Doch es kommt anders. Als das Stück aus ist, fängt Sebastian ein neues Leben an. Er weiß jetzt: Er hat sein Leben selbst in der Hand. Es kommt darauf an, was er daraus macht.

 

Sieger des Kinder- und Jugendtheaterwettbewerbs des Landestheaters Schwaben 2008 zum Thema "Gewalt in der Familie": Ein Stück Jugendtheater, das aufrüttelt, aber auch Mut macht. 

 heimweh aachen 0060

Und das sagte die Presse zur Produktion am Grenzlandtheater Aachen:

 

„Gewalt zieht sich durch den ganzen Werdegang eines jungen Mannes. Gezeigt wird, wie man durch mutige Entscheidungen eine neue Richtung einschlagen kann. Emotionen dominieren den Wortgewaltigen Monolog von Tom Viehöfer. Ein junger Mann beginnt zu erzählen: Über seine beabsichtigte Selbsttötung, über sich und über sein Leben…“Das Stück trifft die Lebenswelt der jungen Leute“ meint Uwe Brandt, der das Stück „heimWEH“ mit dem jungen Grenzlandtheater Greta auf die Bühne bringt. …

Das Thema „häusliche Gewalt“ ist laut Brandt hochaktuell: Der Zuschauer sei aufgefordert, es zu ertragen. „Wir wollen mit dem Stück aber nicht schocken“, sagt Brandt. Vielmehr gehe es darum zu dem Thema ins Gespräch zu kommen. …Die Frage, wie man der Spirale der Gewalt entkommen kann, spiele dabei eine große Rolle, meint Theaterpädagogin Anja Geurtz. Und die Suche nach den passenden Worten für Gefühle. (Aachener Nachrichten)

 

Tatort Familie…In seinem Monolog, der keine Minute langweilig wird, greift der Junge auch die Schulzeit auf, die zum Martyrium für ihn wurde. Bis er den Spieß umdreht und selbst zum Prügler wird. Die Grausamkeit der Eltern und selbst des Großvaters, der dem müden Kind mit einem Hammer einen Nagel in den Handrücken trieb, scheint keine Grenzen zu kennen. Übertreibungen? Nein, nur dramatisch auf die Spitze getrieben. Die Zuschauer verarbeiten das Stück ganz unterschiedlich, die Mädchen meist aufmerksamer als die Jungen. Viel Diskussionsbedarf also für die Nachbereitung mit der Theaterpädagogin Anja Geurtz. (Aachener Zeitung)

 

...und das sagte die Presse zur Produktion in Pforzheim:

 

„Jugendstück über häusliche Gewalt feiert im Podium. Sehnsucht und Schuld. „heimWEH“ ist als mobile Produktion konzipiert, die vor allem in Schulen und Jugendhäusern gezeigt werden soll. Eindringlich und immer authentisch lässt er das Publikum an seine Geschichte teilhaben. Der einstündige Monolog erscheint niemals langatmig oder anstrengend. Was aus Sebastian wurde? Er warf sich auf das falsche Gleis. Eine neue Chance für sein Leben, indem er beschließt, von nun an selbst zu entscheiden.“ (Pforzheimer Zeitung)

 

 

 

 

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