Sensibles Stück über die Schatten der Einsamkeit und die Kraft der Freundschaft

 

 

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SCHLAFEN

 

DIE

 

BÄREN

 

(Les ours dorment enfin)   

 

Kinderstück von

GENEVIÈVE BILLETTE

 

Deutsch von Heinz Schwarzinger

2 H / variable Dekoration ab 8 Jahren

UA am 11. Dezember 2011 durch Eldorado Théâtre (Regie: Stéphanie Lépine) am Théâtre de la Ville, Montreal.

 

DSE am 3. Februar 2013, Theater Paderborn, Westfälische Kammerspiele

 

Nominiert für den PRIX MICHEL TREMBLAY 2012 des Centre des Auteurs dramatiques (CEAD) und der FONDATION du Centre des Auteurs Dramatiques, Québec

 

Der kleine Marcus ist einfach so in Sachas Leben hereingeschneit, am Fenster gelandet wie ein kleiner Vogel. Sacha, der als Tierpfleger im Zoo für die Bären zuständig ist, nimmt den scheuen Jungen erst einmal auf und kümmert sich um ihn, so gut er kann. Doch Sachas erste Sorge gilt den Bären, die dieses Jahr einfach nicht in den Winterschlaf finden wollen, so sehr er sich auch bemüht, ihnen zu helfen. Auch die lange ersehnte Heimkehr von Sachas Lebensgefährtin Anita, die auf Weltreise ist, verzögert sich. Irgendetwas stimmt nicht, und es dauert lange, bis es ihm mit Marcus' Hilfe gelingt, den Grund zu benennen.

 

Einsamkeit, Angst, Erschöpfung, Leere und Traurigkeit – Mensch wie Tier, Groß und Klein brauchen einander, um nach Enttäuschungen mit Hilfe von Zeit und Zuwendung Wunden zu heilen und den Lebensmut wieder zu finden. Woher Marcus kommt und was er erlebt hat, bleibt im Dunkeln. Er sucht und findet bei Sacha Fürsorge und Geborgenheit, die er bislang nicht kannte, und öffnet dem Erwachsenen die Augen für das Wesentliche.

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Ein poetisches Zweipersonenstück mit Bären, ausgezeichnet mit dem Prix Annick Lansman 2010, «coup de cœur» des Lektürekomitees im TNG Lyon 2010.

 

 

Und das sagte die Presse zur DEA an den Westfälische Kammerspielen, Paderborn:

 

"Zwei Kindsköpfe zeigen Mut. In witzigen Dialogen offenbaren beide ihre Suche nach Geborgenheit und Liebe. Ernste Szenen wechseln sich mit kindgerechter Albernheit ab. Und während die Erwachsenen noch über das pädagogische Konzept des Stücks von Geneviève Billette nachdenken, haben die Kinder längst in die fantasievolle Weld gefunden und lassen sich vom famosen Schauspiel mitreißen. Regisseurin Alice Asper inszeniert ein Stück für die ganze Familie, in dem sie die Vater-Sohn-Beziehung in den Mittelpunkt stellt. Die beiden Kindsköpfe überwinden ihre schwierige Vergangenheit, ihr Ängste vor der Zukunft und zeigen, dass sich der Mut, einen Neuanfang zu wagen, lohnt." (Neue Westfälische)

 

"Von Kindern Lernen. Den beiden Schauspielern gelingt es, die jungen Zuschauer derart zu bannen, dass während der einstündigen Aufführung absolute Stille herrscht. Zudem lassen sie sich die zwei Protagonisten nicht dazu verleiten, in übertriebene Albernheit abzugleiten, um unfreiwillige Komik zu erzeugen. Eine schöne Parabel über das Loslassen, die den Kindern, aber noch mehr den Eltern etwas zu sagen hat. Regie führte Alice Asper, die Ausstattung besorgte Nora Brügel. "(Westfälisches Volksblatt)

 

Über die französische Buchausgabe:

«Hinter der vordergründigen Geschichte, welche dem Geschehen die notwendige Dichte des Realismus verleiht, verläuft ein Erzählstrang, der von Freundschaft und Verlust erzählt und der zuletzt gewissermaßen alle Probleme und Fragen aufwirft, die mit dem bewussten Akzeptieren großer Trauer zusammenhängen. Mit wenigen Figuren und ohne Bühnenbild gelingt es diesem kurzen Text hervorragend, eine Brücke zwischen der poetischen Welt und jener der Realität zu schlagen.» (Jacky Viallon, Webthea )BAEREN1.jpg

 

Nach Studien in Französisch und Dramatischem Schreiben hat Geneviève Billette (geb. 1971) sich seit 1999 auf den Bühnen ihrer Heimat Kanada, aber auch in Frankreich, Mexiko und der Schweiz durchgesetzt. Wir präsentieren erstmals im deutschsprachigen Raum zwei Kinderstücke dieser Autorin, die auch als Übersetzerin in Erscheinung getreten ist.

 

 Foto oben rechts © Harald Morsch 

 

 

 

 

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