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PER H. LAUKE VERLAG
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Programmvorschläge
Wir gratulieren!
Wieder ein Preisträger aus dem Per H. Lauke Verlag
Werner A. Hofer schreibt „wie Shakespeare“ und gewinnt den Schwäbisch Haller Theaterpreis 2010
Mit seinem Stück „Boston Princes - ein amerikanischer Alptraum“ über den Kennedy-Clan hat der österreichische Autor Werner A. Hofer den in diesem Jahr zum ersten Mal ausgeschriebenen Autorenwettbewerb der Freilichtspiele Schwäbisch Hall gewonnen. Unter dem Motto „Schreiben wie Shakespeare“ wurde ein Stück gesucht, um den dreistöckigen Rundbau des Haller Globe Theaters, der dieses Jahr seinen 10. Geburtstag feiert, mit zeitgenössischer Dramatik zu konfrontieren. Hofers „Königsdrama“, in dessen Zentrum die ungleichen Brüder Robert und John F. Kennedy stehen, verwebt mit Shakespeare’scher Wucht Weltgeschichte und Familienchronik, Politthriller und menschliche Tragödien. In den Augen der Jury erfüllt es die Kriterien der Ausschreibung damit ideal:
„In schlaglichtartigen Szenen schildert das Stück die Geschichte des Aufstiegs des Kennedy-Clans ins Zentrum der Macht. Changierend zwischen Familientragödie und Polit-Thriller beschreibt es die Mechanismen von Machtpolitik anhand von gut recherchierten historischen Fakten. In diesem Sinne ist Boston Princes ein Stück in der Tradition der Shakespearschen Königsdramen“, so die Begründung der Jury.
Der 1960 in Salzburg geborene Werner A. Hofer ist eine seltene Doppelbegabung: Als theoretischer Physiker ist er international anerkannt. Seine ebenso scharfsinnigen wie bissigen Theaterstücke hingegen fanden den Weg auf die Bühne bisher noch nicht. Umso mehr freut sich der Per H. Lauke Verlag, bei dem Hofer außerdem noch mit zwei Komödien unter Vertrag ist, mit dem Autor über die nun für 15. Juli 2011 im Haller Globe geplante Uraufführung der „Boston Princes“.
4 Damen, 8 Herren / var. Dek.
SEIN ODER NICHTSEIN
Nick Whitby SEIN ODER NICHTSEIN (To Be or Not To Be)
Komödie nach dem gleichnamigen Film von Ernst Lubitsch
(Drehbuch E.J. Mayer und Melchior Lengyel)
3 Damen, 9 Herren / variable Dek.
Das Warschauer Polski Theater wird im Krieg geschlossen und von der Schauspieltruppe bewohnt. Als man Anna, die Hauptdarstellerin, bei der Gestapo vorlädt, weil sie durch eine Unvorsichtigkeit ihres jungen Verehrers und Widerstandskämpfers Sobinsky auf eine Liste polnischer Kontaktpersonen geraten ist, entscheidet ihr Mann Josef sich für ein gefährliches Spiel: Die Schauspieler holen den aus England eingeflogenen Doppelspion Silewski, der die Liste bei sich trägt, in deutschen Theateruniformen vom Flughafen ab und bringen ihn ins Theater, wo sie ihm vorspielen, er befinde sich im Gestapo-Hauptquartier. Die Falle für den Spitzel ist perfekt, doch als Josef vom Gestapo-Spion erfährt, dass Anna eine Affäre mit Sobinsky hatte, macht er Fehler. Als am nächsten Tag Silewskis Leiche gefunden wird, droht die Täuschung aufzufliegen. Das Spiel wird immer gewagter und absurder, und immer wieder muss die Truppe in Nazikostümen in die Höhle des Löwen …
UA 14.10.08 Manhattan Theatre Club, New York
DSE 20.11.2009 Deutsches Theater Berlin
Weitere Produktionen Theater an der Effingerstrasse, Bern 2009; Staatsschauspiel Dresden 2010-12; Theater Ulm 2010; Theater Halle 2010; Förnbacher Theater Company, Bottmingen, 2010; Landestheater Coburg, 2010; Maxim Gorki Theater, Berlin 2011/12; Theatergastspiele Kempf, Tourneeproduktion 2011/12; Stadttheater Regenburg 2011; Altonaer Theater, Hamburg 2011/12; Theater in der Josefstadt, Wien 2012; fremdsprachige Auslandslizenzen: Finnland, Polen, Skandinavien, Tschechien, Griechenalnd
Die neuen Stücke beim PER H. LAUKE VERLAG zu Themen wie:
  Russische Machtpolitik – Ereignisse in Georgien von trauriger Aktualität
  Zivilisation in ihren Auswüchsen
  Wie nahe können sich Menschen kommen, ohne sich gegenseitig weh zu tun?
  Die Bekenntnisse eines vermeintlichen Idioten
  Neue Männer braucht das Land
  Die Flucht in die perverse Scheinwelt und die Verlässlichkeit von Identität
  Fremde Heimat
  Die Hemmungslose Gier
  Schicksale von Müttern
  Scheidung, das Recht auf den Vater
  Spitzen gegen den aktuellen Kulturbetrieb
  Stücke übers Altwerden
Carsten Benecke NIE WIEDER EINSAM
Stück
3 Damen, 4 Herren / variable Dek.
UA frei
Sie leben in einer WG zusammen: Schauspieler Andre, der als Pornodarsteller jobbt, Sängerin Toni, die sich von Karl aushalten lässt, und Moritz, ein erfolgloser Künstler, beziehungsunfähig, ein Sexkrüppel. Da bietet der Erotikkonzern, für den Karl arbeitet, ausgewählten Testpersonen ein neues Produkt gratis an: die sprechende, computergesteuerte Sexpuppe, die durch ein ausgeklügeltes Kommunikationssystem ein lebendiges Gegenüber simuliert. Toni sorgt dafür, dass Moritz eine bekommt: Alice „zieht“ in die WG „ein“, Moritz versucht, sie wie eine echte Frau in sein Leben zu integrieren. Aber das beschleunigt noch seine Entfremdung von den anderen und führt zur Krise mit Jana, die sich ehrlich für ihn interessiert.
Das Zeitstück demaskiert durch groteske Überzeichnung eine Gesellschaft, die Nähe fürchtet. Vereinsamung und Liebesunfähigkeit stehen ständiger Verfügbarkeit von Sex und einer Inflation des Pornografischen im realen und virtuellen Leben gegenüber. Das Private ist dabei politisch, die Obszönität liegt nicht in der wie auch immer defizitären Sexualität, sondern in ihrer kommerziellen Funktionalisierung: Die Flucht in perverse Scheinwelten wird gespiegelt auf Ebene des Kunstmarktes und aus dem Blickwinkel der Pornoindustrie, deren Vertreter das Ganze wie einen Laborversuch zur Gewinnmaximierung kommentieren.
Ilse Biberti HILFE, MEINE ELTERN SIND ALT!
Stück
nach Ilse Bibertis gleichnamigem Romanbestseller
2 Damen, 2 Herren / Verwandlungsdek.
UA Frei
Ilse, ledig, kinderlos und lebenslustig, lebt frei und ungebunden. Mit dem Schlaganfall der Mutter ändert sich ihr Leben radikal. Der Vater ist gebrechlich und beginnt Anzeichen von Demenz zu zeigen. Ilse stellt sich der Verantwortung für ihre Eltern, die Unterstützung
brauchen, auch wenn sie dadurch gezwungen ist, ihr eigenes Leben komplett umzustellen. Bühnenversion des bewegenden Erlebnisberichts.
Ilse Biberti hat 2006 mit ihrem sehr persönlichen und bewegenden Erlebnisbericht die Bestsellerlisten und TV-Talkshows gestürmt. Unzählige Betroffene fanden in ihrem Roman eigene Ängste, Probleme und Hoffnungen aus der Sorge um die alternden Eltern wieder.
Nun legt sie ihre Bühnenversion des Stoffes vor – mal schonungslos ehrlich, mal leise ergreifend, immer jedoch getragen von einem zutiefst menschlichen, liebe- und humorvollen
Blick.
Evelyne de la Chenelière und Daniel Brière EINE FRAGE DER EINSTELLUNG (Le plan américain)
Stück
Aus dem kanadischen Französisch von Gerda Poschmann-Reichenau
2 Damen, 2 Herren / Verwandlungsdek.
UA: Januar 2008, Espace libre, Montreal
DEA 16. Januar 2012, Theater in der Drachengasse, Wien
Er und Sie sind privilegiert aufgewachsen, überbehütet und nahezu unbemerkt: Die Mutter „macht in Kunst“, der Vater bereist als Fotoreporter Krisenregionen, beide sind viel unterwegs. Den Geschwistern fehlt es an nichts, die Eltern bezahlen selbstverständlich Taschengeld, Hobbies, Moped, Reisen, Studium - und Therapie. Denn die Kinder zeigen, für die Eltern völlig unverständlich, zynische Menschen-verachtung und werden zu gewaltbereiten Animalisten. Zudem ist ihre Liebe mehr als geschwisterlich…. Die groteske Geschichte um Werte, Normen und Ideale offenbart gefährliche Risse im Bild der modernen Kleinfamilie der Mittelschicht.
Evelyne de la Chenelière ÖFFENTLICH UNORDNUNG (Désordre public)
Stück
Aus dem kanadischen Französisch von Gerda Poschmann-Reichenau
4 Damen, 4 Herren (Doppelbesetz.) / Verwandlungsdek.
DEA Frei
Schauspieler Max, sehr auf sich selbst fixiert, scheitert beruflich wie privat an seinem Mangel an Mitgefühl. Doch eines Tages im Bus hört er plötzlich, was die Leute um ihn herum denken. Die unerwünschte Gabe wird zur Plage, und Max ist nahe daran, verrückt zu werden an dieser beängstigenden, erzwungenen Teilhabe am fremden Denken und Fühlen. Faszinierendes Gedankenexperiment mit philosophischen Zügen.
Ist Mitgefühl in unserer Welt der Egozentriker und der anonymen Massen eine Krankheit,
die zur Selbstauslöschung führt? Oder nehmen wir uns alle selbst viel zu ernst? Das faszinierende Gedankenexperiment trägt gesellschaftskritische und philosophische Züge.
Nathalie Boisvert CHINESISCHES BÜFFET: ALL YOU CAN EAT (Buffet chinois: All you can eat)
Neo-absurdes Stück
Aus dem kanadischen Französisch von Heinz Schwarzinger
2 Damen, 2 Herren, 1 Kind / Einheitsdek.
UA: Mai 2010, Momentum/Espace Go, Montreal
DEA frei
An einem einsamen Strand sitzen reglos im Schatten ihres VANs Vater, Mutter, der 17jährige Sohn Schnecki und Schwester Püppchen, 15. Sie haben den Pauschalurlaub mit weißem Sand und chemischem WC hoffnungsfroh gebucht und warten auf die angekündigte große Welle, die im Preis inbegriffen ist. Doch das abendliche Büffet – all you can eat – und die anschließenden Verdauungsprozesse genügen nicht zum Zeitvertreib, die familiären Wortspiele rund um Lexikondefinitionen drehen hohl und schließlich verliert die Tochter die Nerven. Sie, das schwarze Schaf der Familie, beginnt Leben und Sprache zu hinterfragen, spricht unbequeme Wahrheiten aus und begegnet nachts einem geheimnisvollen Kind, das aus dem Wasser auftaucht. Dagegen macht der Rest der Familie mobil, und bald mündet die Aggression von Eltern und Bruder in einem schrecklichen Massaker… Die Familie beim Warten aufs Ende der Welt als Bild für die Situation der Menschheit: Der entsetzlichen Absurdität unserer Wirklichkeit begegnet die junge Autorin mit einer bösen Kasperliade, erhellenden Wortspielereien und brutal zugespitzten Situationen.
Die Familie beim Warten aufs Ende der Welt: ein starkes Bild für die Situation der Menschheit angesichts globaler Konflikte und drohender Klimakatastrophe.
Pawel Demirski FROM POLAND WITH LOVE
Stück
Deutsch von Stephan Stroux und Johanna Kiliszek
5 Damen, 8 Herren / variable Dek.
UA Danzig, Teatr Wybrzeze 2003
DEA frei
ER ist am Ende: Der Bankomat spuckt nichts mehr aus, daheim lauert der Gerichtsvollzieher, die Mutter ist depressiv. SIE will nicht auf den Strich gehen: Das Geld reicht nicht für den Zahnarzt, der Verrat am eigenen Großvater, der im Heim vergeblich auf die Rente wartet, ist die letzte Hoffnung. ER trifft SIE am Tresen einer Bar, und der gemeinsame Traum bekommt einen Namen: London. Doch Lügen belasten von vornherein, was in einem besseren Leben Liebe werden könnte. Und am Ende kann froh sein, wem es gelingt, zu überleben.
Ausweglose Armut, der radikale Mut der Verzweifelten und die Trostlosigkeit des Scheiterns – der 1979 geborene Demirski zeichnet ein beklemmendes Bild der polnischen „Generation Nichts“.
John von Düffel DER DRESSIERTE MANN
Komödie
nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar
3 Damen, 1 Herr / Einheitsdek.
UA: Düsseldorf, Theater an der Kö, Januar 2011; Nachspielproduktionen: Heidelberg, Zimmertheater 2011, Heilbronn, Theater, 2012; Bonn, Contra-Kreis-Theater, 2012; Theater am Dom, Köln 2012/13; Planung Komödie im Bayerischen Hof, München; Tournee 2012/13 Eurotheater Konzertdirektion Landgraf; fremdsprachige Auslandslizenz: Polen und Skandinavien, Produktion 2011/12.
Ausgerechnet als Bastian sie mit Fünf-Sterne-Candlelight-Dinner und Verlobungsring daheim erwartet, wird es bei Helen später: Der Chef hat ihr den Job als Chief Executive Officer angeboten, auf den Bastian selbst insgeheim spekuliert hatte. Beziehungskrise statt Romantik, denn welcher Mann erträgt es schon, wenn die Partnerin ihn auf der Karriereleiter überholt? Während Helen darum ringt, ihre eigenen Ambitionen, Bastians gekränkten Stolz und vielleicht sogar noch einen künftigen Kinderwunsch miteinander zu versöhnen, treten ungebeten beider Mütter auf den Plan. Die Radikalemanze und die Zahnarztgattin in dritter Ehe sind die beiden Pole, zwischen denen Weiblichkeit sich eine Generation früher definierte. Gnadenlos pragmatisch entwickeln die beiden Mütter gemeinsam mit Helen die weibliche Strategie fürs 21. Jahrhundert Denn wenn die Frau selbst für Wohlstand und Sicherheit sorgen kann, wofür braucht sie dann noch einen Mann…?
John von Düffel dreht in seiner Bühnen-„Coverversion“ des Vilar-Bestsellers den Spieß der Emanzipation ein weiteres Mal um. Ihre Thesen sind das Fundament für den Ring, in dem er die Kinder der militanten Feministinnen und schnurrenden Luxusweibchen von damals aufeinander loslässt, wobei die Mütter leidenschaftlich coachen.
Greg Freeman DOIG!
Das Musical ohne Gesang, ohne Tanz und mit sehr wenig Musik
Deutsch von Hagen Horst
1 Dame, 3 Herren / variable Dek.
DEA 05.05.2011, Zimmertheater, Heidelberg; Nachspielproduktionen: Combinale I, Lübeck, September 2011; Junges Theater, Göttingen, 28.01.2012.
Karrierist Doig ist tief gefallen im Business, man legt ihm die Kündigung nahe. Als er versteht, dass er nichts mehr zu verlieren hat, befreit er sich aus der Depression, indem er sich neu erfindet. Über Nacht wird er zum widerspenstigen Konsumverweigerer, angeekelt von Heuchelei, Verantwortungslosigkeit und Habgier. Doch selbst Aussteigertum lässt sich vermarkten.
Die fröhlich absurde, böse Satire rechnet gnadenlos mit allen Missständen des Kapitalismus ab und zeigt, dass das System erfolgreich selbst diejenigen benutzt, die es entschlossen bekämpfen. Was beginnt wie ein Wirtschaftsthriller, mündet in eine schrille Farce, und dass der Autor sein Stück ein »Musical« nennt, ist nur ein Etikettenschwindel mehr in unserer verlogenen Welt.
Gerda Gensberger LAST MINUTE
Stück
5 Damen, 4 Herren / Simultandek.
UA frei
Ein Ehepaar Mitte 30 auf nachträglicher Hochzeitsreise, all inclusive, schon tief in der Krise. Eine Endvierzigerin, die sich von einer Krebs-Operation und anschließendem Facelift in den Tropen erholen will, und ihre wohlmeinende Freundin. Ein Frührentner und ein wegen Verführung Minderjähriger suspendierter Lehrer unterwegs nach Asien: Alle fern der Heimat, alle auf der Suche nach dem Paradies, alle auf der Flucht. Und die zwei Mädchen im Callcenter des Reisebüros entfliehen der Realität auf ihre Weise…
Eine erschreckend schonungslose, aberwitzige Momentaufnahme unserer Zivilisation in ihren Auswüchsen: Es geht um Tourismus, Second Life und die Klimakatastrophe. Eine Zustandsbeschreibung, die ans Groteske grenzt. Die Rechnung wird zuletzt präsentiert, wenn alle bei einem außerplanmäßigen Zwischenstopp in einer Flughafenbar aufeinandertreffen.
Agnes Gerstenberg SAG DU ZU MIR!
Stück
2 Damen, 2 Herren / Simultandek.
UA Frei
Lizzy hat als junge Pflegerin ihren Dienst im Wohnpflegezentrum am Seepark angetreten. Mit Heinrich Semmler gerät sie an einen Alzheimerpatienten, dessen Schicksal sie nicht mehr loslässt. Anders als der erfahrenen Kollegin geht Lizzy der alte Mann mit seinem mal unwirschen, mal zutraulichen Wesen nahe – vielleicht zu nahe. Auf seine drängenden Fragen nach Frau und Tochter beginnt Lizzy, für Heinrich ein Lügengespinst zu weben, in dessen Fäden sie sich unlösbar zu verstricken droht. Aber ist sie verpflichtet, die Wahrheit zu sagen, auch wenn sie dem alten Mann damit unnötig Leid zufügt?
In harten Schnitten zwischen Lizzys Dienstalltag im Heim und einer nächtlichen Diskussion mit ihrem Freund Thommy kristallisiert sich schnell heraus: Hier wird nicht nur mit außergewöhnlichem Einfühlungsvermögen ein bewegender Einzelfall erzählt, hier wird eine grundsätzliche Frage von allgemeinem Interesse verhandelt.
Nachwuchstalent Agnes Gerstenberg gewann 2007 mit diesem Stück den 2. Preis im Literaturwettbewerb „Alt trifft Jung – Jung trifft Alt“ des BDAT.
Daniel Hohmann AUDIENZ IM KREML
Stück
1 Dame, 1 Herr / Einheitsdek.
UA: März 2008, Solingen, Museum Baden (Lesung)
Mascha kennt Wladimir Putin aus der gemeinsamen Studienzeit in St. Petersburg. Sie wurde erfolgreiche Auslandskorrespondentin, er russischer Präsident. Nach der Ermordung ihrer Kollegin und engen Freundin Anna Politkowskaja steht für Mascha fest: In Russland kann und will sie nicht bleiben. In drei Wochen wird sie wieder nach London fliegen und hat nicht vor, zurückzukommen. Zuvor aber hat sie sich noch ein Gespräch unter vier Augen mit Putin erbeten. An einem Januarnachmittag 2008 gewährt er ihr diese Audienz, die kein Interview ist, sondern „reine Privatsache“, wie Mascha beteuert. Sie will und muss wissen, was Putin mit Annas Ermordung zu tun hat.
Furchtlos konfrontiert sie ihn mit ihren Zweifeln, Vermutungen und immer wieder mit reinen Fakten. Der Krieg in Tschetschenien, das Versagen der Staatsmacht bei den Geiselnahmen in Moskau und Beslan… Mascha redet sich in Rage. Putin dagegen bleibt staatsmännisch kühl, rechnet Kriege und Unrecht westlicher Staaten gegen russische Missstände auf und wehrt sich dagegen, mit zweierlei Maß zu messen. Der fiktive Dialog entwickelt sich zu einem ungemein dichten Streitgespräch über Russlands Gegenwart und Zukunft, in dem Mascha den Präsidenten mit vernichtenden Originalzitaten der Politkowskaja konfrontiert, Putin wiederum atemberaubende dialektische Volten schlägt und rhetorisch brilliert.
Miranda Huba CANDY TASTES NICE
Stück
Deutsch von Gerda Gensberger
1 Dame / 1 Dek.
DEA frei
Originelle Idee: Eine junge Frau beschließt, ihre Jungfräulichkeit zu versteigern. Ausgerüstet mit einem ärztlichen Zertifikat findet sie Hilfe bei einem Zuhälter, der sie in einer Mischung aus Auktionshaus und Bordell aufnimmt und dafür sorgt, dass die Medien aufmerksam werden. Als es endlich zur Auktion kommt, bietet man weltweit Riesensummen für die teuerste Jungfrau der Welt. Dann tritt ein geheimnisvoller Bieter auf den Plan…
Miranda Huba GELANDET (Grounded)
Ein Stück auf sechs Flughäfen
Deutsch von Gerda Gensberger
4 Damen, 1 Herr (Mehrfachbesetzung) / Verwandlungsdek.
DEA frei
Drei Frauen vollziehen in einer psychedelischen Science-Fiction-Alptraumreise ihre Lebensgeschichte nach, die über sechs Flughäfen der globalisierten Welt der Weiblichkeit führt. Es ist eine Geschichte des Missbrauchs, die von Entwürdigung und Verstümmelung,
Ausnutzung und Verdinglichung erzählt. Am Schluss steht die Rache der missbrauchten Frauen für ihr verpfuschtes Leben und ihre zerbrochenen Träume.
Ihre radikale Anklage ist ein Aufschrei des „schwachen Geschlechts“. Ein Stück gegen die Verflachung und Nivellierung der zeitgenössischen Dramatik! 2009 bestes Stück aus Kanada!
Thomas Hupfer AUFERSTEHUNG AUFSTAND
1 Dame, 3 Herren / variable Dek.
DEA frei
Da sind zu Anfang zwei, die das Leben vergessen hat, verstrickt in einen endlosen Dialog: ein Gegensatzpaar in schmerzhaft symbiotischer Beziehung, ebenso quälend wie vertraut. Der Eine und der Andere, zwei Obdachlose oder schlicht Gott und der Teufel? Da ist auf der anderen Seite ein Paar: der Mann, der vor Publikum die Frau zersägt, und die Frau, die das nicht länger mitmachen will. Von Alpträumen geplagt, steigt sie aus. Und der Magier findet Ersatz: Der Eine übernimmt ihren Part mit großem Talent und Erfolg. Während er plötzlich eine längst vergessene Sehnsucht in sich entdeckt, will der Andere plötzlich nicht mehr töten. Der Rollentausch bringt das Beziehungsgefüge zum Einsturz. Unumkehrbar ist der Prozess, den der Mann auf der Suche nach Ruhm, Erfolg und Sensation ausgelöst hat. Etwas kommt in Gang. Ist es Gott, der sich erinnert, was Macht bedeutet? Oder nur eine Geisteskrankheit, die in religiösem Fanatismus entflammt? Messianischer Geist ergreift den Einen, der über sich hinauswächst und seine wahre Sendung zu erkennen glaubt. Und der Andere kann sich der ihm zugedachten Rolle des Gegenspielers auf Dauer nicht verweigern....
In dreimal sieben Theaterszenen erzählt der Bühnenerstling des jungen Autors von Abhängigkeiten und Freiheit, Aufbruch und Verharren, Schuld und Neubeginn, vom Tod – und von der Notwendigkeit, Götter zu opfern.
Nancy Huston KÖNIGIN IOKASTE (Jocaste reine)
Stück
Deutsch von Heinz Schwarzinger
4 Damen, 4 Herren / Verwandlungsdek.
DEA frei
Das Drama der Ödipus-Mutter und -Gattin Iokaste zeigt die altbekannte Tragödie in grellem neuem Licht. Iokaste kann ihre Liebe zum Gatten nicht Unrecht finden, nur weil er zufällig ihr Sohn sein soll. Gegen die »Wahrheit der Worte« stellt sie die des Lebens und entlarvt das angeblich von den Göttern verhängte Unglück als zwanghaft hausgemacht von Männern. Radikal feministische Ödipus-Variante.
Jetzt endlich schreibt Nancy Huston das Drama der viel zu lange vernachlässigten Mutter und Gattin Iokaste, die sie von der Nebenfigur zur Protagonistin einer Tragödie macht.
Lelah Rebekka Jannusch
F-VIERUNDVIERZIG.EINUNDACHTZIG
Stück
3 Damen, 1 Herr / Simultandek.
UA frei
Psychologieprofessor Frank führt ein von Gewohnheiten geprägtes, letztlich sinnentleertes Leben mit seiner Frau. Die Arbeit strengt ihn an, die Studenten verachtet er ebenso wie Kollegen und Fachbereich. Wenn er sich ins Auto setzt, wird er allabendlich zu Georg, lebt bei einer anderen Frau, hört Jazz statt Klassik, isst Pasta statt Braten und geht zum Wandern statt ins Museum. Die beiden Frauen kennen die Wahrheit, haben sich arrangiert und „teilen“ sich den Mann wie getrennte Paare das Kind. Aufregender wird sein Leben allerdings nicht dadurch, dass er es verdoppelt. Erst mit Mona, einer jungen Frau, die er zufällig kennenlernt, wird alles anders. Bei ihr findet der Mann mit dem Doppelleben das, wonach er sich wirklich sehnt: Leidenschaft, Liebe, Leben. Doch Mona will sein Spiel nicht mitspielen, bei dem – so vermutet sie – in Wahrheit die Frauen die Fäden ziehen…
Hinter dem titelgebenden Kürzel F-44.81 verbirgt sich, was die Psychologie eine „multiple Persönlichkeitsstörung“ nennt. Das absurde Krimi-Spiel nähert sich diesem Phänomen in stilisiertem Realismus. Sieger des BDAT-Autorenwettbewerbs 2009 „anders sein!?“.
Vasilis Katsikonouris DIE MILCH (To Gala)
Stück
Deutsch von Elmar Zick und Natascha Psallida
2 Damen, 2 Herr / 1 Dek.
DEA frei
Nach dem Tod ihres Mannes schlägt sich Rina aus Tiflis allein in Athen durch. Sohn Lefteris, psychisch labil, droht in Alkoholismus, Drogen und Kriminalität abzugleiten. Der Ältere, Antonis, arbeitet in Larissa und schickt Geld. Während er am Aufstieg durch Assimilation arbeitet, kultiviert Lefteris seine russische Identität. Der Konflikt zwischen den Brüdern
eskaliert, als eine Frau ins Spiel kommt.
Psychologisch genau eröffnet dieses Vierpersonenstück über eine Aussiedlerfamilie
den Blick in entwurzelte Seelen, die den Verlust der Heimat auf unterschiedliche Weise zu bewältigen versuchen.
Astrid Kohlmeier MASCHINEN MANUSKRIPTE
Stück
3 Damen, 5 Herren / variable Dek.
UA frei
Drei Freunde auf der Schattenseite des Lebens: der ruinierte Wissenschaftler Trotz, der erfolglose Nachrufschreiber Mo und der gescheiterte Fotograf und Pfandflaschensammler Fidelis. Die Rettung erhofft sich Trotz von einem Experiment über die Mechanismen von Glück und Unglück, an dessen Ende eine universelle Formel zur Konstruktion einer Glücksmaschinerie stehen soll. Als ahnungslose Versuchspersonen suchen sie sich einen schwerreichen suizidgefährdeten Witwer, einen gescheiterten Juristen und die mucksmäuschenstille Angestellte Aimée. Möchtegernschriftstellerin Aszra soll den Versuchsverlauf protokollieren, doch in Wahrheit hält sie die Fäden in der Hand…
Das Experiment wird jedoch zum Alptraum, die Suche nach der Formel fürs Glück mündet in Selbstzerstörung und Verzweiflung.
Astrid Kohlmeier TINNITUSTRANSKRIPTION
1 Herr / Einheitsdek.
UA 27. April 2010 Kulturhaus Niederauven
Ein Mann liegt wie tot im Zimmer. Nach der Explosion einer Kofferbombe in der U-Bahn hat er wie schlafwandelnd hierher gefunden. Nun versucht er mühsam, sich zu erinnern, wer er war und ist. Sprechend beginnt er, Gedächtnissplitter zusammenzusetzen. Fotos, Musik, Dias, Bücher sollen ihm helfen, sich seiner selbst zu vergewissern, Doch alles, was gelingt, ist eine leise Annäherung. Unsicher tastet er sich an Erinnerungsfetzen und Traumbildern entlang, leidet an Geräuschen: Den Tinnitus im Kopf wird er nicht mehr los. Und als eine Frauenstimme aus Tokio anruft, decken ihre Erinnerungen sich nicht mit den seinen…
Ein Mensch als Summe seiner Erinnerungsfragmente: Das musikalisch komponierte Solo für einen Schauspieler stellt beklemmend die Frage nach der Verlässlichkeit von Identität und eigener Geschichte. Poetisch, packend, dicht – ideal auch für ein spartenübergreifendes Projekt mit Musik.
Jelena Mijovic HEIMAT-LOS (Bli)
Stück
Deutsch von Mascha Dabić
5 Damen, 2 Herren / variable Dek.
DEA frei
Svetlana schlägt sich mit ihrer Tochter illegal in New York durch, entwickelt mit Freundinnen irre Überlebensstrategien und gibt die Hoffnung auf ein besseres Leben nicht auf. Daheim in Belgrad wartet inzwischen Mutter Vera auf Svetlanas Heimkehr und die kleine Schwester träumt von der großen weiten Welt. Als Svetlana mit der Green Card endlich das große Los zieht, kommt diese Chance zu spät.
Kontrastreich gegeneinander gesetzte, schmucklose Szenen wechseln mit sensiblen Monologen, die sich an den unsichtbaren Freund oder die kleine Tochter wenden. Ein ungewöhnlicher Beitrag zur Integrationsdebatte über Menschen, die ihre geplante Ausreise mit Erwartungen überladen, und solche, die im Land ihrer Träume der Ernüchterung
begegnet sind.
Joanna Murray-Smith GRANATEN (Bombshells)
6 Monologe
Deutsch von Inge Greiffenhagen
1-6 Damen / Grunddek.
UA: Melbourne Theatre Co., 2002
DEA 07. Oktober 2010, Die Immoralisten, Freiburg
Eine mit dem Alltag gnadenlos überforderte Mutter dreier Kinder am Rande des Nervenzusammenbruchs hält sich nur noch mit Kaffee aufrecht und redet sich in Hysterie. Dass sie verlassen wurde, kompensiert eine Frau in den besten Jahren durch ihr Hobby und meint mit ihrem Vortrag über Kakteenzucht doch nur sich selbst. Eine Fünfzehnjährige verspricht sich vom Sieg beim lokalen Talentwettbewerb den Sprung ins Showbiz und landet unsanft auf dem Boden der Realität. Außerdem ist da noch die Braut, die im letzten Moment realisiert, dass sie gerade einen Riesenfehler macht, die Witwe, die ihre versiegt geglaubte Leidenschaft mit einem jungen Blinden wiederentdeckt hat, und die alternde Diva, die sich hartnäckig weigert abzutreten. Sechs überraschende Schnappschüsse von Frauen zwischen 15 und 57 in entscheidenden Situationen ihres Lebens, äußerlich lose miteinander verbunden, wirken unterirdisch zusammen durch starke Kraftlinien.
Sechs Frauenporträts in Monologform als gewaltige Herausforderung für eine wandlungsfähige Schauspielerin oder als bester Theaterstoff für ein starkes Frauenensemble.
Brian Parks EINLADUNG ZUM ABENDESSEN (The Invitation)
Stück
Deutsch von Peter und John von Düffel
3 Damen, 2 Herren / 1 Dek.
DEA 24. September 2009 Zimmertheater Heidelberg
Nachspielbühne: 24.03.2010, Kleines Theater am Korso, Berlin; Theo Theater, Oberzeiring, 2010; Theater Tiefrot, Köln, 2011
Sie sind gewissenlos, erfolgreich, gutaussehend und reich. Ihr ostentatives Prassen beweist Vitalität und Macht. Ihre Verachtung für Schwächere verbergen sie nicht. Political correctness ist etwas für Verlierer. Sie stehen auf der Gewinnerseite. Ihr letztes Tabu: die Höhe ihres Gehalts. Eine »neue Kombination von hoher Intelligenz mit extremer Selbstsucht bei Abwesenheit von ausreichender Urteilskraft und Verantwortungsbewusstsein« (Helmut Schmidt) hat Amerika dahin gebracht, wo es heute steht. Parks bringt sie auf die Bühne und schlägt sie mit ihren eigenen Waffen. Denn das Spiel ist aus. Oder?
Brian Parks schreibt Virginia Woolf fort ins 21. Jahrhundert und ergänzt die scharfsinnige Gesellschaftsstudie um eine shakespearesche Dimension. Parks beginnt das antik anmutende Bacchanal als Satyrspiel, um tief in der Tragödie zu enden. Wem die beißende Gesellschaftssatire des ersten Teils, eine Autopsie der amerikanischen Gesellschaft, zu weit geht, für den wird die alptraumhafte Offenbarung des zweiten mit ihrer bösen Schlußwendung schwer erträglich sein: Selbst der blutige Mord greift zu kurz. Marian ist nicht umzubringen, der Wahnsinn geht weiter. Davids jämmerliche Revolution war umsonst, die Arroganz der Macht wird durch solche Angriffe nur gestärkt. Was zu viel ist, ist nicht zu viel. Arme Welt! – Mit fünf großartigen Rollen, pointengespickten Hochgeschwindigkeits-Wortwechseln und gnadenloser Rigorosität gewährt dieses tief schwarzhumorige Stück einen Schlüssellochblick in die Privatsphäre jener upper middle class, deren einziges Credo Profitmaximierung lautet. Dabei bedient es mit mörderisch perverser Lust den Voyeurismus der Zuschauer und bietet im Feuerwerk der bösen Pointen beste Unterhaltung.
Brian Parks IMPERIAL FIZZ
Stück
Deutsch von Ella Dietrich
1 D, 1 H / 1 Dek.
DEA frei
Die letzte Party ist ihnen durch unfachgemäßes Flambieren der Cocktails zum tödlichen Inferno geraten, jetzt warten der Mann und die Frau vergebens auf Erlösung und rekapitulieren noch einmal ihr dekadentes Leben. Hassliebe und Zynismus prägten die Beziehung dieses namenlosen glamourösen New Yorker Luxuspaares, ihre endlose letzte Konversation ist zugleich ein Abgesang auf das amerikanische Empire.
Thomas Paulmann DIE UNZERTRENNLICHEN
Ein Live-Action-Role-Play
1 D, 1 H / 1 Dek.
UA frei
Marina und Günther sind beruflich erfolgreich, kinderlos glücklich im Eigenheim mit Flatscreen-TV. Doch als ein alter Freund mit Frau zu Besuch kommt, stürzt das mühsam errichtete Kartenhaus aus Illusionen und schönem Schein ein. Marina gibt ihrem Mann, nach einer Hodenkrebs-Operation unfruchtbar, die Schuld an ihrem unerfüllten Leben. Die Gäste werden Zeugen ihrer verzweifelt genüsslichen Abrechnung.
Die Interaktion wird zentral in diesem Live-Action-Role-Play, einer neuen Form der
Einbeziehung des Publikums, ideal für kleine Bühnen und Foyerproduktionen.
Tom Peuckert ELENDE VÄTER
Ein Liederabend
7 Herren, 1 Kind / Einheitsdek.
UA: 09. November 2007, Bielefeld, Theater am Alten Markt
Sieben Männer im Wartezimmer einer Behörde. Wer oder was sie im Amtszimmer drohend erwartet, lässt sich nur erahnen. Jedenfalls ist es weiblich. Sie alle sind Väter, jung oder alt, überfordert oder vorbildlich, noch werdend oder schon leidend, hypersensibel oder gleichgültig. An dieser Rolle werden sie gemessen: der aufstrebende Unternehmer, der einen wichtigen Termin verpasst, weil er die Freundin zum Ultraschall begleiten muss; der Fleischesser, den Frau und Tochter zum Vegetarier machen wollen; der finanziell abhängige Hausmann, der gar nicht weiß, ob die Zwillinge wirklich von ihm sind; der einfache Zeitarbeiter, dem der Sohn nachläuft; der vorbildliche Softi mit umgeschnalltem Baby-Björn; und schließlich der alte, schon inkontinente Wissenschaftler, der selbst in Windeln noch ein Patriarch vom alten Schlage ist und dem servilen Sohn mit 73 Jahren noch ein Schwesterchen schenkt. Doch das Rollenbild hat sich geändert. Vaterschaft bedeutet heute Kampf, zähes Ringen, Selbstzweifel, Überforderung, davon kann jeder Einzelne ein Lied singen – und das tun sie dann auch.
Revueartig stellen die Männer sich und ihre Schicksale vor. Die Einzelkämpfer geraten in Dialogen aneinander, fechten Rituale und Hahnenkämpfe aus. Erst ganz zuletzt – unter dem wachsenden Druck der Bedrohung – formieren sich die Männer wie einst die sieben Schwaben und entdecken, was die Frauen schon so lange kennen und nutzen: Solidarität.
Alex Poch-Goldin ABGEBRANNT (Jim and Shorty)
Stück
Deutsch von Gerda Poschmann-Reichenau
3 Herren / Einheitsdek.
UA Februar 2000 Toronto, Factory Theatre
DEA frei
Eine Parkbank im Herbst, früh am Morgen. Shorty dreht sich eine Zigarette, Jim sucht Telefonzellen nach vergessenen Münzen ab und Tom ist schon betrunken. Nachlässig dahinerzählte Geschichten von Bier und Donuts, Schwestern und Freundinnen, Sozialhilfe und Wohnheimen entführen in die Welt dreier Männer am Rand der Gesellschaft, die schon bessere Zeiten gesehen haben. Mal freundschaftlich, dann selbstsüchtig, gerade noch voller Humor und schon wieder tief verzweifelt, teilen sie ihre Träume, Hoffnungen und Fehler miteinander – und die letzte Zigarette. Drei Monate später ist es Winter geworden. Macys Unterkunft steht in Flammen, noch unter Schock sitzt er in Unterwäsche auf derselben Parkbank im Schnee, wieder kommt Tom vorbei und dann auch Jim. Doch der ist kaum wieder zu erkennen. Ein Förderprogramm soll ihn rausholen aus dem Elend, in dem die anderen fest hängen…
Poch-Goldin gibt dem Leben in Armut auf der Straße Gesicht, Körper und Stimme. Durchdrungen von leisem Humor, geprägt von verblüffender Menschenkenntnis und voll tiefer Liebe zu den Menschen, die er zeichnet, gelingt ihm eine berührend authentische Studie darüber, was das Menschsein ausmacht.
Roswitha Quadflieg MÜTTER
Stück
3 Damen / Simultandek.
UA frei, TV – Verfilmung wird verhandelt
Auf einem Friedhof bringt der Zufall zwei grundverschiedene Frauen zusammen, eine pensionierte Klavierlehrerin und eine arbeitslose junge Verkäuferin auf Hartz IV. Beide haben vor wenigen Monaten ihr einziges Kind unter tragischen Umständen verloren, doch sie wissen nicht, dass ihre Schicksale auf schreckliche Weise miteinander verknüpft sind. Vergeblich suchen sie zunächst, einander aus dem Weg zu gehen und jede für sich zu trauern. Doch Einsamkeit und Verzweiflung lassen die beiden zu Freundinnen werden, bis die schreckliche Wahrheit offenbar wird: Der Sohn der einen hatte die Tochter der anderen entführt, versteckt gehalten und missbraucht.
In bewegenden Szenen macht die Autorin nachvollziehbar, wie es den beiden Müttern mit dieser schrecklichen Geschichte geht, wie sie in ihrer Einsamkeit nach dem Strohhalm greifen, den die jeweils andere für sie darstellt, und wie grausam die Wirklichkeit ihnen diesen Strohhalm zu entreißen droht, weil sie in ein Geschehen verstrickt sind, auf das sie selbst keinen Einfluss hatten. Eine hoch sensible theatrale Antwort auf die spektakulären Entführungsfälle der jüngsten Zeit.
Lynn Rosen LAW AND ORDER IN APPLECOVE
Stück
Deutsch von Heidi Zernig
2 Damen, 3 Herren
UA: März 2005 New York (Lark Studio)
DEA frei
Alan und Edie, frisch verheiratet, erfüllen sich den Traum vom Eigenheim in der ebenso streng bewachten wie reglementierten Siedlung „Apple Cove", deren Präsident Edies Vater ist. Mit seiner zweiten Frau Mary und ihren beiden Söhnen wohnt er in unmittelbarer Nachbarschaft. Was dem jungen Paar anfangs paradiesisch erscheint, entpuppt sich als Alptraum aus Kontrolle und Konformismus. Als der Kindersegen ausbleibt, entfremdet sich Alan, von der Zwangsgemeinschaft vereinnahmt, von Edie, die sich durch Realitätsflucht widersetzt. Eine wilde Riesenrose, die Edie gegen alle Vorschriften heimlich hegt, wird zur Metapher für ihre Sehnsucht nach Freiheit und Individualität. Alans Schwäche treibt sie in die Arme eines faszinierend fremdartigen Wachmanns, doch der „gute Wilde" ist nur Mittel zum Zweck in einer bösen Intrige. Zuletzt ist es Alan, der mit Edie aus dieser toten Welt in die lebendige Wildnis hinter dem Schutzzaun flieht.
Die schwarze Komödie, die trotz der düsteren Botschaft voller absurder Komik steckt, bietet eine scharfsichtige Analyse sowohl emotionaler Prozesse in der Familie als auch der
Mechanismen sozialer Kontrolle. Die scheinbare Geborgenheit in einer normierten Welt wird erkauft um den Preis der Selbstaufgabe. Konsens erschreckende Vision zeigt eine auf Ordnungsliebe und Eigentumsschutz gegründete Gesellschaft, die wie selbstverständlich zu Gleichschaltung, Denunziantentum und Vernichtung des Andersartigen führt. Ein starkes Stück amerikanischer Gegenheitsdramatik!
Lydia Stryk KRIEGSGARTEN
Deutsch von Inge Greiffenhagen und Bettina von Leoprechting
4 Damen, 2 Herren / Variable Dek.
DEA frei
Jim und Elaine leben von der Army und für die Army: Jim ist Soldat, ein Vietnam-Veteran, Elaine hält patriotische Vorträge für die Frauen neuer Rekruten. Die Army gibt ihnen Brot, Schutz und Identität – sie ist für sie wie eine Familie. Während Jim immer noch an den Folgen von Agent Orange leidet und sich hauptsächlich der Gartenarbeit widmet, hat Sohn Danny seine Nachfolge angetreten: Er ist im Irak im Einsatz. Als er endlich nach Hause kommt, erscheint zur Feier seiner Rückkehr auch die Nachbarstochter Angela. Anders als Danny ist sie nicht körperlich unversehrt aus dem Irak heimgekehrt: Sie hat ein Bein und ein Auge verloren, und ein dunkler Schleier verbirgt ihr Gesicht, das eine Bombe zur Hälfte weggerissen hat. Doch auch Danny trägt Verletzungen mit sich. Die jedoch liegen unter der Haut ...
Beherzt gegen die amerikanische Militäraktion im Irak geschrieben, bezieht das Stück entschieden Stellung gegen jede Form von Krieg.
Mike Stott NORMAN
Monolog
Deutsch von Gerda Poschmann-Reichenau
1 Herr / Einheitsdek.
Er heißt Norman, aber normal ist er nicht, sondern anders als die anderen Kinder, ein bisschen langsam, zurückgeblieben. In der Regelschule will man ihn nicht haben. Die allein stehende Mutter, eine Putzfrau, erzieht ihn ohne Hilfe, nach Feierabend. Als ein neuer Mann in ihr Leben tritt, siegt die Sehnsucht nach Freiheit und dem kleinen Glück über die arg strapazierte Mutterliebe: Sie gibt den halbwüchsigen Sohn 1967 in eine Nervenheilanstalt. Hier verbringt Norman 22 Jahre seines Lebens, weggesperrt von der Welt. Erst als man die Anstalt schließt und ihn in einer betreuten Wohngemeinschaft unterbringt, beginnt er wieder zu leben, die Freiheit zu genießen, und findet sogar eine Frau, die er lieben könnte…
Der liebenswert freundliche Norman, ein trauriger Clown ohne Groll, erzählt sein ungeheuerliches Leben unaufgeregt, wie nebenbei, beim Entenfüttern. Die Limericks, die er zwischendurch stolz im Kopfstand aufsagt, werfen augenzwinkernd Schlaglichter auf andere groteske Exemplare der Gattung Mensch.
Ein zugleich stiller und unerhörter Lebensbericht, tieftragisch und todkomisch, ein Solo für eine Seele von Schauspieler. Als Hörspiel mit dem britischen Tinniswood Award 2004 ausgezeichnet, liegt das Stück jetzt auch in einer Bühnenfassung vor.
Sylvie Testud GÖREN (Gamines)
Stück
Deutsch von Gerda Poschmann-Reichenau
5 Damen, 3 Herren (Doppelbesetzungen möglich) / Einheitsdek.
UA: 13. März 2007 in Amiens, La Comédie de Picardie
DEA frei!
Die Schwestern Corinne, Sibille und Georgette wachsen bei ihrer berufstätigen Mutter auf. Oft zu dritt allein, haben sie ständig Angst davor, dass „Er“ zurückkommt – der Vater, den die Großen ihnen als geheimnisvolle Bedrohung erscheinen lassen. Viel wissen seine Töchter nicht über ihn, denn als er ging, war die Älteste viereinhalb. Erst als Sibille im Zimmer der Mutter ein Foto von ihm findet, hat das Vater-Phantom endlich ein menschliches Gesicht. In den Ferien tritt ins Leben der Mutter ein neuer Mann. Unbarmherzig und einmütig lehnen die Mädchen ihn aus tiefstem Herzen ab. Allein in Sibille regen sich Zweifel. Am Schluss, aus den Mädchen sind junge Frauen geworden, führt ein Treffen mit dem leiblichen Vater zu der Einsicht: Wenn ein Paar auseinandergeht, ist dies eine Sache zwischen einem Mann und einer Frau – die Kinder, die dazu neigen, sich die Schuld zu geben, Partei zu ergreifen oder sich in sich zurückziehen, sollten es früher oder später einfach schaffen, ihren eigenen Weg zu gehen.
Scheidung, Recht auf den Vater – brisante Themen aus ungewöhnlicher Perspektive: Fernab von Fernsehrealismus entwickelt das Stück eine ungewöhnliche Theatralität, indem die jungen Frauen sich selbst als Kinder spielen. Humorvoll, mit viel Verständnis für die Irrungen und Wirrungen kindlicher Gefühle, wird in einer Dramaturgie der Kinderaugen und –seelen ein inneres Universum nach außen projiziert. Dicht, aufrichtig und sensibel, zugleich aber auch oft unglaublich witzig und rührend.
Gerold Theobalt STIEFMUTTERLAND
Szenische Hommage an Else Lasker-Schüler und Peter Hille
1 Dame, 1 Herr / Einheitsdek.
UA: 23.10.2008 beim XIV. Else Lasker-Schüler-Forum im Forum Rex, Wuppertal/Solingen
Tot sind sie beide, er schon vierzig Jahre länger als sie, zwei Botschafter einer untergegangenen, vielleicht besseren Welt: Die in Wuppertal geborene, von den Nazis vertriebene und schließlich im Exil in Jerusalem gestorbene jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler trifft in diesem Stück ihren frühen Freund und Mentor Peter Hille wieder, einen zu Unrecht vergessenen Schriftsteller der Jahrhundertwende. Im Hier und Heute, auf einer kleinen Bühne, wo sonst Comedians das zeitgenössische Publikum unterhalten, brauchen sie viel Mut und Selbstvertrauen, um die hoch poetischen Texte zu zitieren, mit denen sie einst, ihr Innerstes nach außen kehrend, das Bürgertum schockierten, bis man sie verbrannte. Heute müssen sie gegen den Kitschvorwurf verteidigt werden.
Nach einer (z.T. schwarz-)humorigen Einführung mit Spitzen gegen den aktuellen Kulturbetrieb erinnern die beiden sich an die bewegte, von Aufbruchsstimmung geprägte gemeinsame Zeit in Berlin und lassen so noch einmal lebendig werden, was im Nazideutschland ein jähes, schreckliches Ende nahm. Die Hommage, Schauspiel oder Lesung mit Musik, zeigt Deutschland aus der Sicht der Dichterin als „Stiefmutterland“, das seine Künstler als „entartet“ verlacht, vertreibt und verbrennt – und sich damit des Besten begibt, was es hat.
Larry Tremblay ABRAHAM LINCOLN GEHT INS THEATER (Abraham Lincoln va au théâtre)
Stück
von Larry Tremblay
Aus dem kanadischen Französisch von Heinz Schwarzinger
3 Herren / Einheitsdek.
UA: 2008, Espace Go, Montreal
DEA 15.01.2011, Ensemble Die Immoralisten, Freiburg
Der amerikanische Präsident Abraham Lincoln wurde 1865 vom fanatischen Schauspieler John Wilkes Booth während einer Theatervorstellung in seiner Loge erschossen. Darüber will der berühmt-berüchtigte Regisseur Marc Killman ein Stück machen und engagiert dafür ein mittelmäßig erfolgreiches TV-Schauspielerduo. Er nennt die beiden „Laurel“ und „Hardy“ und kleidet sie entsprechend. Die Proben gestalten sich schwierig, denn Killman verlangt Unmögliches und sucht besessen nach dem wahren Motiv des Mörders, der ihn mehr und mehr fasziniert. Doch schon bald verwirren sich die verschiedensten Identitäten. Wer spielt wen? Wo endet die Banalität und warum entpuppt sich jede Tragödie letztlich als Liebesdrama? Am Ende fordert der nachgestellte Bühnenmord echte Todesopfer…
Faszinierendes Theater-Spiegelspiel ohne Boden voller Clownerie, Wortwitz und Gefühl um den ersten „Superstar“ der amerikanischen Geschichte und die Paradoxie von Schein und Sein.
Larry Tremblay DER OGER (Ogre)
Stück
Aus dem kanadischen Französisch von Heinz Schwarzinger
1 Herr / Einheitsdek.
UA: Januar 1998, Théâtre d’Aujourd’hui, Montreal
DEA frei
Unter Druck: Am Abend der Filmpremiere seines Sohnes empfängt den Oger eine verführeri-sche Fremde daheim mit eindeutigen Angeboten. Ist ein TV-Team mit versteckter Kamera in der Wohnung? Der Oger lässt sich nicht so leicht hereinlegen, etwas stimmt hier nicht. Verun-sicherung und Misstrauen machen sich breit. Während er, hin- und hergerissen zwischen in-zestuöser Liebe zur Tochter, erotischer Provokation durch die Fremde, Verachtung für den Sohn und vorwurfsvollen Blicken seiner Ehefrau, schwadroniert und philosophiert, wird er versehentlich zum Mörder… Auch wenn die „Leichen“ über kurz oder lang wieder aufstehen: Die Aufregung über die plötzliche eigene Bedeutung verstrickt den Egomanen in Selbstüber-schätzung und Misstrauen. Ein Durchschnittsmensch-Monster inszeniert und produziert sich hier selbst für ein angenommenes Fernsehpublikum, setzt sich eitel in Szene, stolz auf seine Fettleibigkeit, trompetet selbstbewusst Belanglosigkeit heraus. Monströs in seiner Beifalls-sucht, seinen Fressanfällen und seiner Verachtung, kreisen seine Sorgen nur um das Bild, das er abgeben wird. Fühllos wie ein Panzer walzt der Oger alles nieder, was sich regt, und ist da-bei doch in Wahrheit selbst so winzig und verloren dem übermächtigen Fernsehen gegenüber.
Die zunächst nur alltägliche, dann zunehmend beunruhigende Suada ohne Punkt und Komma führt zuletzt ins delirium mortalis. Schwindelerregendes Solo für einen starken Schauspieler.
Larry Tremblay KRIEGSKANTATE (Cantate de Guerre)
Stück
Deutsch von Heinz Schwarzinger
2 Herren, Chor / 1 Dek.
DEA frei
Der Soldat hat für die Feinde nichts als Verachtung, Hass und Gewalt übrig. Brutal demütigt und schlachtet er Vater und Mutter, um sich dann den Sohn vorzunehmen. Während er das Gespräch mit ihm sucht, tritt er in einen imaginären Dialog mit dem eigenen Sohn. Der Sohn des Anderen indes findet Worte für Hass, Wut und Rache und rüstet sich sprachlich zum Gegenschlag mit der ganzen Macht des gesprochenen Wortes.
In dieser »Kantate«, die nicht von einem speziellen Krieg spricht, sondern vom Krieg schlechthin, erweist sich die Meisterschaft des derzeit wohl wichtigsten Autors in Kanada. In der Form ganz nahe bei der antiken Tragödie, mit beherztem Griff in die Werkstatt des Lehrstücks und der Parabel, erfindet Tremblay das Theater neu mit der ganzen Macht des gesprochenen Wortes.
Nick Whitby AM SPIELFELD (Pitchside)
Stück in zwei Akten
Deutsch von Ella Dietrich
3 Damen, 2 Herren (Doppelbesetzungen) / Einheitsdek.
UA: Sommer 2008, Cornwall
DEA frei
Von wegen „nur ein Spiel“! Als die beiden Mädchen-Fußballteams „Angels“ und „Devils“ auf steinhart gefrorenem Boden aufeinandertreffen, geht es ums Ganze, denn den „Angels“ droht der Abstieg, und ihre beste Spielerin ist ausgerechnet zu den „Devils“ übergelaufen. Der Blick in die Trainerzone am Spielfeldrand zeigt: Weit mehr als für die eher gelangweilten halbwüchsigen Girlies, die sich vor allem für gutaussehende Männer und neue Filme interessieren, ist dieses Spiel für ihre Eltern und Betreuer eine Frage der Ehre: Sieg ist Pflicht. Und Trainer Raff schreckt auch von taktischen Hinterhältigkeiten, Manipulationen und meisen Tricks nicht zurück. Der sportliche Wettkampf der Kinder wird zum Ersatzschauplatz für die Ambitionen der Erwachsenen. Auf der Strecke bleibt dabei der Geist des Spiels, der als hoffnungslos anachronistische Figur vergeblich seinen Platz auf dem Spielfeld sucht….
Che Walker THE FRONTLINE
Stück
6 Damen, 17 Herren / Grunddek.
UA: Sommer 2008, Globe Theatre London
DEA frei
Samstagabend in Camden: Zwischen U-Bahn-Station und Striptease-Bar beginnt auf düsteren Straßen das multikulturelle Nachtleben. Hier lungern sie herum, die Junkies und Freaks, die Kriminellen, Drogensüchtigen und Ausgeflippten, dazwischen Prediger der Heilsarmee und der einsame alte Ragdale, der allabendlich nach seiner verlorenen Tochter sucht. Drogen werden angeboten wie Hot Dogs, es gibt Revierkämpfe, Liebe, Eifersucht und Rassenkonflikte – und über allem steht Wurstverkäufer Erkenwald, der das Publikum als Erzähler durch diesen Melting Pot lotst und schon anfangs weiß: Der junge Miruts aus Äthiopien wird diesen Abend nicht überleben…
Eine faszinierend vielstimmige Großstadt-Partitur, mit eingängigen Songs durchsetzt, hautnah am Leben der Metropole. In diesem Mikrokosmos stehen sich alle Kontinente, menschlichen Rassen und Völker, Religionen und Ideologien gegenüber. Und alle Geschichten, die das Stück ineinander verflicht, handeln vom Allermenschlichsten: von der Sehnsucht nach Liebe und Menschlichkeit.
Weitere Informationen zu den Stücken entnehmen Sie bitte den neuesten PER H. LAUKE VERLAG Verlagsnachrichten. Oder rufen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gern.
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